Freischwinger

2009 / Pappkarton / Molton / Stahlgerüst / Leuchtschnur / Schaukel

Konzept

Bei der Arbeit Freischwinger handelt es sich um eine interaktive Rauminstallation die mit Vorstellung und Raumwahrnehmung spielt. Der Besucher wird durch einen komplett lichttoten Gang in einen Raum geleitet in welchem mittig eine Schaukel hängt. Nur die weiß leuchtenden Raumkanten eines Kubus sowie die Kontur der Schaukel bieten eine Orientierung. Der Besucher betritt den Würfel und nimmt ihn zunächst als geschlossenen Raum wahr. Er setzt sich auf die Schaukel, beginnt zu schwingen und nähert sich so den imaginären Wänden.

Die Erwartung während des Schaukelns die Wände zu berühren wird nicht erfüllt und der Besucher stellt fest, dass die Würfelkonturen den Raum nur in seiner Vorstellung begrenzen. Fiktion und Realität verschwimmen und ein Gefühl der Unendlichkeit des Raums stellt sich ein. Der Besucher beginnt den Raum zu erforschen, ihn abzutasten, aus ihm heraus zu treten und ihn von außen zu erleben. Eine völlig neuartige Raumwahrnehmung entsteht.

Auf der internationalen Möbelmesse imm cologne’09 wurde die Rauminstallation ein zweites mal gezeigt. In der Halle der [d³]talents bot sich damit die Gelegenheit den Designbereich der Hochschule für bildende Künste Hamburg zu repräsentieren. Hierfür wurde die Installation in den Messekontext eingebettet, Wände aus Quadratischen Kartons trugen das Form des leuchtenden Kubus nach außen ohne dabei den Inhalt preis zu geben. Die Kartons dienten als Bauelement, als Informationsträger und als Sitzgelegenheit. In die Wand eingelassene Monitore zeigten Arbeiten von Absolventen der Hochschule. Der äußere Kommunikationsraum bot Zugang zur Installation und Raum für Gespräche.

In Zusammenarbeit mit: Michael Lessmöllmann, Leni Döring, Katja Schneider, Jörg Niemann, Bernhard Osann

Publikation

[D³] Design Talents